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Im Jahre 1992 wurde Frank Bündig erstmals auf die Energiegewinnung aus Windkraft aufmerksam. Zu dieser Zeit war in Deutschland durch die damalige Bundesregierung das erste Gesetz zur Einspeisung elektrischen Stroms aus erneuerbaren Energien verabschiedet worden. Dies schuf die Grundlage zur wirtschaftlich sinnvollen Nutzung von erneuerbaren Energien, wie Wind, Wasser und Sonne.

Deutschland befand sich damals in einer Art Pionierphase. Ab 1991 und in den Folgejahren entstanden viele Firmen, die sich mit der Entwicklung der Anlagen selbst, der Projektplanung und Projektierung oder mit den Rahmenbedingungen befassten. Speziell im Bundesland Sachsen entstand zu dieser Zeit das erste Pilotprojekt, initiiert und gefördert durch die sächsische Landesregierung. Hierbei wurden fünf Windkraftanlagen 800 m über NN im Erzgebirge an der Grenze zur Tschechischen Republik errichtet. Dieses Projekt gab im Grunde den Anstoß sich mit der Thematik tiefgründig auseinanderzusetzen.

Ab dem Jahr 1993 beschäftigte sich Frank Bündig mit den ersten Projektplanungen, der Standortsuche und –sicherung und begann mit der Durchführung des ersten Baugenehmigungsverfahrens. In den ersten Jahren erfolgten diese Aktivitäten nebenberuflich, gewannen jedoch zunehmend an Gewicht.

Im Jahr 1995 gründete Frank Bündig das Planungsbüro „Energieanlagen Frank Bündig“.

1996 wurden die ersten Windkraftprojekte in Eichardt mit 1 x 600 kW, auf der Kaiserburg bei Ziegra mit 3 x 600 kW und in Hoyersdorf mit 2 x 600 kW realisiert. Zeitgleich erfolgte die Neu- und Weiterentwicklung verschiedenster potentieller Windkraftstandorte. Aus diesen entstanden Projekte unterschiedlichster Größenordnungen, welche in den Folgejahren umgesetzt wurden.

1999 errichteten wir in Arbeitsgemeinschaft mit dem Hersteller NEG Micon Deutschland GmbH den Windpark Ablaß. Es entstanden 12 Anlagen mit einer Nennleistung von jeweils 1.500 kW. Bei diesem Projekt waren wir ebenfalls an der Planung des ersten betreibereigenen Umspannwerkes in Deutschland beteiligt. Neben dem Windpark Ablaß speisen insgesamt 35 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 50 MW den erzeugten Windstrom über dieses UW ins 110 kV-Netz der EnviaM ein.

<2000 erfolgte die Gründung einer Gesellschaft mit begrenzter Haftung, der „Energieanlagen Frank Bündig GmbH“. Diese übernimmt Teilaufgaben des Einzelunternehmens.

Seit 2000 untersuchten wir die Erschließung potentieller ausländischer Märkte. Dadurch ergaben sich im Jahre 2001 vielversprechende Kontakte im südlichen Italien, die konsequent weiterverfolgt wurden. Es zeichnete sich ab, dass sich in Italien ein sehr aussichtsreicher Markt entwickelt. Um trotz der großen Entfernung eine regelmäßige Präsenz vor Ort zeigen zu können, wurde die „EFB italia s.r.l.“ gegründet und ein ortsansässiger Mitarbeiter mit Büro bei Neapel eingestellt.

Ab 2002 beschäftigten wir uns mit der Nutzung von Biogas, vorrangig im landwirtschaftlichen Bereich.

2003 wurde die erste Biogasanlage in Ottendorf realisiert. In den Jahren 2004 bis 2007 folgten weitere Biogasanlagen in Krumbach und in Hirschfeld.

Mit dem im Januar 2009 in Kraft getretenen EEG mit der Fassung vom Oktober 2008 wurden die Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien neu festgelegt. Zweck dieses Gesetzes ist es, den Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis 2020 auf 30 Prozent zu erhöhen. Diese neuen Rahmenbedingungen ermöglichten das Klima, die Umwelt als auch die fossilen Energieträger nachhaltig zu schonen bzw. zu schützen.

Mit dem neuen EEG wurde auch der Grundstein für weitere erfolgreiche Projekte gelegt. So erfolgte von 2009 - 2011 der Ausbau der Windparks Erlau und Rossau um jeweils 3 Windenergieanlagen.

In Erlau haben wir im Mai 2012 die erste sächsische 3 MW-Windenergieanlage regulär in Betrieb genommen. Die Anlage vom Typ Enercon E-101 hat eine Nabenhöhe von 135 Metern und einen Rotordurchmesser von 101 Metern. Sie wird pro Jahr ca. 8 Gigawattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 2.857 2-Personen-Haushalten. Die Anlage ist die derzeit leistungsstärkste und modernste Windenergieanlage in Sachsen. Sie verkörpert eine neue Entwicklungsstufe bei den Windrädern und stellt sogleich die zweite Generation bei den Onshore-Windenergieanlagen dar. Mit dieser Anlage beginnt ein neues Kapitel bei der effizienten Nutzung von Windstandorten im Binnenland.

Bis zum heutigen Tag wurden 47 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 57.700 kW und 3 Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 970 kW schlüsselfertig übergeben. Ausführliche Informationen zu unseren realisierten Projekten finden sie unter Referenzen.

Derzeit sind im Unternehmen 7 Vollzeitkräfte und je nach Bedarf mehrere Teilzeitkräfte tätig, die sich mit der Planung und Realisierung von Windenergieanlagen sowie der anschließenden technischen und kaufmännischen Betriebsführung beschäftigen.

 
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